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Raqs sharki ist arabisch und
bedeutet "Tanz des
Ostens". Die Bühnen-version erwuchs aus der
ursprünglich getanzten erdigen Version, genannt
'Baladi', die vermutlich wiederum auf ganz alte
rituelle Frauentänze zurückzuführen ist.
Am bekanntesten ist heute der Stil im zweigeteilten
Kleid, der sich seit den 20er Jahren in Kairo aus
der Kabarettversion
auch unter Einflüssen der westlichen Welt entwickelt
hat.
Sogenannte Tanzroutinen haben meist eine typische
Struktur:
Entrée mit Schleier (der dann abgelegt wird), dann
eigentliche
Tanzmelodie, Tanz auf verschiedene besonders
hervorgehobene
Einzelinstrumente (Taksim), häufig kulminierend im
Trommelsolo
(Tabla), enthält meist einen kleinen Folkloreteil
mit typischem
Folklorerhythmus und Abschluss im melodiösen oder
dramatischen
Finale.
Natürlich werden auch andere Musikstücke getanzt,
z.B.
Lieder. Seit Suheir Zaki ist sogar das besonders
feine, elegante Tanzen
auf Instrumentalversionen von Oum Kalthoums Liedern
möglich. Heute
werden auch moderne arabische Songs klassisch
tänzerisch
interpretiert.
Neben den aus dem Baladi stammenden
binnenkörperlichen Bewegungen
am Platz kommen im klassischen Bühnentanz
Halbspitze, Schleier,
Arabesken, Schritte in den Raum sowie Elemente aus
anderen Tanzarten
hinzu.
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Als Rhythmus dominiert der
kleine Masmoudi (Masmoudi
saghir (4/4) (gh wird als kehliges r gesprochen)),
und der ihm ähnliche Maxum, aber natürlich gibt es
auch
Rhythmus- wechsel zum Masmoudi kabir (8/4),
Chiftetelli (8/4), Malfouf
(2/4, gern am Ende), sowie Einbindungen von Samba-,
Rumba- und
spanischen Rhythmen und im Folkloreteil natürlich
der dem Tanz
entsprechende Rhythmus.
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