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Weih-Fei 2004

Es war ein echt anspruchsvolles Programm - wir waren selbst überrascht: Klassisch, Stock, Säbel, Persisch (Tanz des Goldfasans), Baladi, Schleier, Doppelschleier, ein 'unglaublicher' Leuchtertanz, Kokett-Baladi, Pop-Baladi, Bing Crosby und seine Schneeflöckchen...  Die Weihnachtsfeier hat sich wirklich zum Geheimtipp entwickelt.
Die Atmosphäre war wieder kuschelig, das Büffet hervorragend und das Abtanzen ein Genuss. Ich möchte an dieser Stelle nochmals allen Tänzerinnen und Helferinnen danken, die zu diesem wunderschönen Abend beigetragen haben.
Fotos: KLICK



12. Orientalisches Festival Europas von Leyla Jouvana in Duisburg

27. November 2004

Auch dieses Jahr wartete die Duisburger Gala mit erstklassigen internationalen Gasttänzerinnen auf: die temperamentvolle SAMARA HAYAT aus Spanien überzeugte durch gekonnte Technik und genau abgestimmten Ausdruck, die Marokkanerin HIND erfreute durch wundervolle Musik und Intensität und die Italienerin AZIZA brachte den Saal durch ihren echt ägyptischen Stil zum Kochen. Besonders gefiel uns das Moderatorenpaar 'Louis-Anch-Amun' und Seetha, diesmal u.a. als James Bond Verschnitt (For your hips only) und köstliche Bully-Imitation (schwuler Götterbote Thotty - statt Scotty - mit bayerischem Akzent).

Überraschend viel Indisches wurde beim Festival geboten, ganz passend zum Bollywood-Fieber, und den Spaß der Gruppen bei den flotten frischen Bewegungen konnte frau richtig mitfühlen. LEYLA - auch in diesem Jahr zur Shimmykönigin gewählt - war zusammen mit Roland wieder krönender Abschluss mit einem Trommelsolo. Ihre Shimmies sind einfach unerreicht und immer wieder toll anzusehen.

Wir fünf waren bereits zur Nachmittags-Show der Stars und Sternchen angereist, auf diesem Wege grüßen wir PARI aus der Projektgruppe  - wir sind ihre Fans, sie soll unbedingt mal ein Solo tanzen!! Sie hat echte Soloqualität, toll, wie sie mit Blicken um sich wirft!!
Ein Highlight war auch Rubina aus Hamburg mit dieser unglaublich sexy Zylinder und Stöckel - Nummer, super! Öfter mal was Anderes! Die französische Gruppe mit Francine Conche gefiel uns sehr, zwar waren die
Schritte schlicht, aber sie strahlten eine heitere Leichtigkeit aus.

Sehr vermisst haben wir das fantastische arabische Essen, das es sonst immer auf dem BAZAR gab. Die absolut überforderte Gastronomie der Rheinhausenhalle mit ihren Brötchen (und Lahmacun, aber die gab's dann schon nicht mehr) kann da nicht dran tippen! DA sollte un-be-dingt was passieren, sonst sind wir Saarländerinnen nicht so leicht zu locken (Hauptsach gudd gess und so...)!


"Scheeeeen war’s!!"

Café Oriental in Saarbrücken, Juni 2004: ein Hintergrundbericht 

Im Herzen von Saarbrücken öffneten sich die Pforten zum allersaarländischsten Café Oriental.
Was schreibe ich über die eigene Show – ich geb einfach ein paar Anekdoten und Background-Infos zum besten und erfreu mich weiter an Euren Rückmeldungen
. Nachdem das Tanzstudio Pyramide so lange Bühnenabstinenz gepflegt hatte, waren alle schon mächtig aufgeregt und freuten sich hinter dem Vorhang, die Leute über die "Menükarten" (Programme) kichern zu hören.



Natürlich war die Show klasse, das Konzept rund (wir wollten keine Schulaufführung mit einzeln angesagten Punkten) und alle Mitwirkenden in Bestform. Hochgelobt wurden all unsere Tanzgruppen, allen gefiel etwas anderes besser, das schönste Kompliment für mich war, „man habe sich richtig wie IM Café gefühlt“. Zu diesem Gefühl trugen sicherlich auch die Statisten bei, z.B. die einfach umwerfende Diva mit rotem Federfächer und Glitzerwimpern, die Stegggetänzerinnen, die Kartoffeln und Zwiebeln im Publikum verteilten (zum Teil haben wir hinterher noch Reste von aufgegessenen Möhren gefunden) oder die fotografierenden und fetzig tanzenden Touristes à l’égyptienne, deren Fremdenführerin die Sehenswürdigkeiten im Saal so schön erläuterte.

Bereits bei den Proben vor Ort gab’s viel zu lachen, als die doch etwas schweren Tassen der Elegant Girls das allererste Mal von der Seite reingetragen wurden: Ute bekam einen Lachanfall, als man untendrunter vier Füßchen vortrappeln sah. Also mussten die Tassen doch direkt hinten bereitstehen und von den ‚Unsichtbaren’ vorgeschoben werden. Auch Jürgens Riesenlöffel, mit denen er in den Tassen rührte, wurde nicht rechtzeitig fertig, daher war er so weich und labberig (der Löffel). Oder als ein Stock beim saarländischen Stegggetanz der Nixen vom Nil mitten im Tanz in der Hälfte brach und die Tänzerin das Endstück souverän weiterschwang...

Begeistert waren wir vom schauspielerischen Talent von Suzanna, die freitags schon klasse, aber samstags absolut Spitze war – sowohl bei der Ansage ("Hüften schwenkend am Schwenker stehen") als auch bei Connys Gesang: nach dem Flirt mit dem Barkeeper und dem überraschenden Tanz mit der Sängerin kugelten wir uns vor Lachen. Als am Samstag der Finalwitz ‚Alles all’ von einem Gast im Publikum vorweggenommen wurde, konterte sie geschickt mit „das ist eigentlich mein Part“ bzw. „jetzt is faschd alles all“.

Auch das Dream Team an der Technik hatte einiges zu erzählen: Lisa und Evi lachten sich jedes Mal kaputt, wenn Ute dem Lichttechniker Christoph mit dem Ausruf „jetzt!“ mit scharfem „tz“ die Lichtwechsel signalisierte. Evi an der Musik bevorzugte dagegen die "Ulli-ans-Bein-tret-Methode" (Ulli war der Verfolger, der uns alle verfolgte). Getoppt wurde das nur noch von dem Baby, das freitags voller Freude ‚da – dada - da’ rief und dann leider von der Mutter aus dem Saal getragen wurde (siehe Show-Video Freitag!). Als Lisas Kamera am Samstag vom Stativ kippte, hatte Ulli abermals Gelegenheit, etwas mit Tape („gemma mo nommoo’s Tape riwwa“) zu „fliggge“. Dem Schloss hat er dank der Befestigung des quietschenden Bodenbrettes mit seinem Super-Akkuschrauber eh’ einen Mehrwert verschafft.

Selbst beim zauberhaften, von allen bewunderten Doppelschleiertanz des Trios ‚Al Farashaat’ gab’s ein nettes Pännchen, auch wenn’s niemand bemerkte: Bei einer Tänzerin blieb der Schleier am Oberteil hängen, bevor sie aus selbigem wieder ‚aussteigen’ wollte/musste. Sie stieg dann einfach über nichts, das fanden wir alle großartig. Aber der Gag war: sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie aus einem nicht vorhandenen Schleier ausgestiegen war, kicher.

Jaja, und wir wissen sehr wohl, dass das am Ende ein Bitburger-Kasten war, obwohl Suzanna vorher von Karlsberg trinkenden Männern gesprochen hatte. Der Grund ist NICHT das fehlende Sponsoring oder etwa der Ausgleich zwischen den Marken, sondern schlicht und ergreifend, dass wir keinen anderen Kasten hatten.

Und nochmals JA, das Finalstück von Fatima, Maral und mir war ab-so-lut improvisiert, weil wir es nie geschafft hatten, alle drei zusammen zu proben. Uns allen dreien (darf ich sicher behaupten) hat’s total viel Spaß gemacht, v.a. die Szene, als Fatima mit dem rechten Poshimmy anfing, Maral ihr folgte und dann ich, wobei Maral – als ich nicht wie die beiden die Haare hochnahm – das für mich erledigte.

Über den Schluss herrscht geteilte Meinung, einige wollten uns doch noch mal alle beklatschen, aber der Vorhang fiel, ging auf, fiel, ging auf und fiel... Bis zur nächsten Show!!  


HIER GEHT'S ZUM AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL ÜBER DAS BRÜSSELER FESTIVAL
GESCHRIEBEN FÜR DIE ZEITSCHRIFT
TANZ ORIENTAL VON IRENE IBRAHIM

11. Orientalisches Tanzfestival von Fatima Serin (13. März 04)
Ich weiß, dass viele wieder auf meinen Bericht warten - aber mir fällt nicht viel ein, vielleicht weil ich mein Frühlingsfasten mache und (auch) mein Kopf leer ist   :(

Ich bin vor allem wegen der legendären Sahra Saeeda hingegangen, war allerdings ein bisschen enttäuscht vom ersten Auftritt (Oum Kalthoum), weil sie ihre frühere Kraft nicht hatte. Beim zweiten Auftritt war es besser. Bezeichnend für Sahra ist der klassische Kairo-Stil mit effektvollen Pausen, Verlangsamungen, Spannungsaufbau, was eine Tänzerin nur einsetzen kann, wenn sie voll im Rhythmus ist - sehr erholsam gegenüber den technisch perfekten, durchgetanzenden aktuellen Stücken, die frau heutzutage sehr häufig auf den Bühnen sieht.

Schön war's, soooo viele bekannte Gesichter zu sehen. Ibrahim Abu Hassan und seine Gruppe "Al Sharq" spielten wieder Klassiker und daneben Songs von Hakim, aber irgendwie schien mir das Publikum - trotz voller Halle - diesmal nicht so mitzumachen wie im letzten Jahr (siehe unten unter 'Archiv'), schade. Ich liebe Live-Musik.

Meine Schülerinnen waren begeistert von Fatimas Shimmies. Wieder sehr beeindruckend fand ich ihre Kostüme für den klassischen Tanz. Mit sicherem Gespür und exzellentem Geschmack wählt sie feminine, elegante und exakt auf sie abgestimmte Kleider, z.B. gaaanz zartrosa fließender Chiffon und funkelnder Strass
im richtigen Maß.
Yamuna und Tasmina sind nicht aufgetaucht, dafür spielte die Musikgruppe - das war doch auch schön!

Für alle die, die mich nach der Show gesucht haben: Wir sind rasch davongeeilt, um den Stau zu vermeiden und weil ich vom Fasten suuupermüde war.

NACHTRAG: Wie ich später noch erfuhr, waren meine Schülerinnen to-tal begeistert vom Säbeltanz, den die gebürtige Chilenin Verahzad präsentierte.
I.I.

"Eine rote Ampel ist ein Vorschlag" - der Brüsseler Autoverkehr
und das Festival International de la Danse Orientale, Brüssel 6. + 7. März
Am Samstag in aller Früh
starteten wir, sechs Frauen, im Nebel zum wirklich internationalen Festival mit Tänzerinnen aus Ägypten, Frankreich, Deutschland, Finnland, Belgien und den Niederlanden. Nuriyya, gebürtige Saarländerin, hatte das Event hervorragend organisiert - Chapeau! Und auch wir waren international besetzt - hatten wir doch zumindest eine Französin an Bord :) Doch wer hätte gedacht, dass gerade sie besonders unfreundlich von den Belgiern behandelt wurde, wenn sie für uns dolmetschte. Das fing bereits im Vorfeld telefonisch mit dem Sleepwell-Hotel an und setzte sich vor Ort immer wieder fort. Auch die Verkehrssituation machte uns sehr zu schaffen, nach dem Workshop suchten wir eeeewig unser Hotel im dichten Samstagabendverkehr, einen Parkplatz gab's auch nicht und entgegen der Vorabinformation ist das Parkhaus beim Hotel ab 22 Uhr und sonntags geschlossen. Die kurze Parkzeit kostete pro Auto auch schon 4,20 Euro. Na bravo! Danach gelangten wir ziemlich verzweifelt und hungrig zur Show und konnten daher vom Basar leider nicht mehr viel sehen. Schön war's, auch hier unerwartet Leute zu treffen, die wir von Leylas Festival in Duisburg kannten, u.a. Thea und Irene aus den Niederlanden (viele Grüße!!!).
Die Workshopleitung war vom Feinsten: u.a. Mahmoud Reda, Dr. Hassan Khalil und Aladin el Kholy. Letzterer und seine Folkloregruppe begeisterten uns restlos bei der Abendveranstaltung! Farbenprächtige Kostüme, fantastische Choreographien, herrliche Musik, tolle Tänzerinnen - und er selbst hat eine Präsenz: "der müsste bloß auf die Bühne treten, das reicht dann schon". Beeindruckende Technik, Finesse und Eleganz zeigte die wunderschöne Rajaâ aus Lille. Ganz anders als die durchchoreographierten Stücke waren dann die Auftritte von Liza Laziza aus Kairo, die mir hier bedeutend besser gefallen hat als 'sellemals' in Saarbrücken, witzig, aus dem Bauch heraus, etwas frivol und sehr lebendig. Tags drauf gab's weitere Workshops, zwei von uns konnten sich vormittags ein bisschen den Großen Platz und die kleinen Sträßchen ansehen. In der Kneipe überhörten wir eben die Franzosenwitze und gingen dann zum Marokkaner ein leckeres Couscous essen. Nach den letzten Workshops und viel Foto- und Videoaufnahmen, die die Teilnehmerinnen von den Stars machten, fuhren wir durch Sonne, Regen, Schnee, Wind, Nebel und unter Sternen wieder heim ins friedliche Saarland.
(ausführlicher Artikel für das Magazin Tanz Oriental HIER)
Irene Ibrahim

DIE CHRISTMAS DANCE PARTY (19. Dez.)
Wir steigern uns ja wirklich jedes Jahr - ich selbst war vom Programm total überrascht: von
Susannes und Jürgens kessem Duo und Jürgens witziger Nummer mit dem 'nicht ganz ausgeschlafenen Schleiertanz' mit Schlafmütze und Kuscheldecke. Wunderschön waren Natalies Trommelsolo, Susannes Tanzroutine und Renas Zimbelstück. Allen gefiel der Baladi, den die Fortgeschrittenengruppe mit viel Spaß präsentierte und auch die (aufgeregte) Auftrittsgruppe mit ihrem poppigen Stück wurde mit viel Applaus bedacht.  Spiele und die ultimative Casting-Show "Deutschland sucht den Weihnachtsstern" mit Dietlinde Bohlen und Lenora Vernell wurden mit großer Heiterkeit aufgenommen. Das leckere gemeinsam zusammengetragene Buffet und die tolle Disco, bei der immer eine klasse Athmosphäre aufkommt und die unglaublichsten Dinge passieren, rundeten das Programm ab.

11. Orientalisches Tanzfestival Europas, Duisburg, 27. - 30. Nov. 2003
Im nunmehr dritten Jahr machten wir uns zu Leyla Jouvanas großem Festival mit internationaler Starbesetzung auf, das immer am 1. Adventswochenende stattfindet. Das Workshop-Programm war wieder umfangreich - begeistert waren wir von Prof. Dr. Hassan Khalil aus Kairo. Mit viel Charme und Esprit erläutert er Traditionen, Rhythmen und wunderschöne Bewegungen und ist eine Quelle der Inspiration und der Motivation für jede Teilnehmerin. Die Show selbst hat uns dieses Jahr besser gefallen, besonders erwähnenswert ist AZIZA aus den USA: Diese zarte Person schafft es, unglaublich weitgreifende Binnenbewegungen mit höchster Anmut,  sprühendes Temperament mit absoluter Exaktheit, perfekte Technik mit Spannung und Charme zu vereinen. Für die Moderation konnte Leyla diesmal Seetha und Christian Röhrig gewinnen, die mit ihren phantastischen Kostümen von Louis XIV über Piraten und Maharadschas bis hin zum arabischen Pop-Guru jede Ansage zur kleinen Showdarbietung machten. Leyla und Roland zu sehen, war wie immer ein Genuss - schönster Einklang von Tänzerin und Trommler, Lebensfreude pur. 
Tags drauf haben wir am Bazar tolle Musik gekauft und die Nachmittagsshow mit 'Stars und Sternchen' angesehen. Besonders gefallen hat uns die Putza Colona mit Wash Ya Wash (Dirty Dancing der Waschweiber), Raqs Gamila aus Münster und der Zigeunerinnentanz. 
Schön war's, die Leute aus den letzten Jahren wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu machen: Ich grüße Thea, Elke, Valenka, Nuriyya, Pia, Sybille, die drei Frauen von Raqs Gamil(a) aus Münster und alle, die fleißig mitgeschwitzt haben!!
I.I.
 
Tanz Dich frei!! und greif nach den Sternen... (25. Okt.)
Unter diesem Motto veranstalteten Sybille und Gitana in Walpershofen einen zauberhaften Abend im Gasthaus 'Zur Rose'. Die beiden Dozentinnen wollten ihren Schülerinnen in Gruppen- und Solotänzen ein Forum bieten, in dem sie sich auf der Bühne ausprobieren und hinterher gemeinsam bei westlicher und orientalischer Musik abtanzen konnten, wodurch gleich von Anfang an eine sehr vertrauliche, angenehme Atmosphäre herrschte. Eingeladen waren auch zwei meiner Auftrittsgruppen, 'Al Farashaat' mit ihrem Doppelschleier-Trio sowie die 'Nixen vom Nil' mit ihrem Saiidi-Tanz. Rundherum glücklich mit ihren Erfolgen tanzten und sangen die Frauen hinterher noch bis tief in die Nacht. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!
I.I.

Altstadtfest in Saarbrücken (11.-13. Juli 03): 
Feiern kann man/frau ja gar nicht genug - und da waren wir auch wieder auf dem Altstadtfest. Überraschungen gab's eigentlich keine, weil immer die gleichen Leute engagiert werden, es gab - außer Essen und Trinken - viel Kultur, darunter viel Tanz und das lassen wir uns ja nicht entgehen! Wir stürzten uns zuerst auf den Tango Argentino, der auch hier immer beliebter wird: Die Tangoschule Juantango bot zwei Paare (z.B. Eva Pérez und Partner) und tolle Live-Musik. 
Abends ging's natürlich zum Orientalischen Tanz, dort war die Stimmung riesig. Fatima hatte 2 türkische Trommler aus Frankfurt engagiert, von denen einer auch sang (warum allerdings playback?) und die Frauen zum Tanzen einlud. Fatima überraschte uns mit einem quirligen fetzigen Zigeunertanz - das steht ihr toll! Begeistert war das Publikum auch von Sandra, die mit femininem Ausdruck und wundervoll weichen Bewegungen überzeugte. 
Einzig die Typen hinter uns haben uns genervt, als sie schrien und pfiffen, wenn eine kräftige Frau auf die Bühne kam, muss das sein? 
Alles in allem war es eine gelungene Open Air Show unterm Vollmondhimmel!
Tags drauf waren wir noch bei An Erminig und ließen uns in die Geheimnisse des bretonischen Tanzes einweihen- ich hab nur vergessen zu fragen, wer diese Gruppe war, die spontan neben der Bühne getanzt hat und die uns so freundlich zum Mitmachen einlud ... Wer sie kennt, sagt bitte Bescheid.

Orientalische Nacht mit Gitana - 14. Juni 2003
Mit einem ganz zauberhaften Abend verwöhnte uns Gitana in der Brasserie in Heusweiler nach einem heißen Tag. Nach dem von Kim vorgelesenen Märchen vom klugen Mädchen und dem Sultan Birkaschan waren wir so recht in orientalischer Stimmung, um die Tänze der Gruppe Amina Hanan zu genießen - zarte Schleier, mitreißender Stocktanz und anmutiger persischer Tanz. Besonders gefallen hat mir der beschwingte Kashlamar von der Schwarzmeerküste. Fino Fino bot allerlei Spanisches und Sigrun begeisterte uns mit dem Tanz der Leuchterstäbe, die in verschiedensten Mustern wie flirrende Feuerstäbe im Dunkel der Bühne sausten. Das dreigängige Menü war liebevoll zubereitet und schmeckte hervorragend. Ein Fakir, der über Glas ging und mit der weißen Python tanzte, rundete das Programm ab. Die Gastgeberin selbst faszinierte mit klassischem und modernem arabischen Tanz, der ihr - wie man/frau sehen konnte - im Blut steckt.
  
Fünf Elemente in Bewegung - FEUER (14./15. Juni 03)
Tanz- und Meditationsworkshop mit Eva Lajko und Sita
Passend zum heißen Frühsommer bewegten wir uns und meditierten wir mit der Feuerenergie: sowohl mit der zerstörerischen und aufladenden Energie der Blitze als auch mit der sonnigen Energie des Herzchakras, wir gingen von der Meditation mit der Kerzenflamme bis zum wilden Tanz um das rituelle Feuer, wir erspürten das Beckenfeuer und das Strömen der glühenden Lava, die aus dem Vulkan ausbricht. 
Zum Glück hatte sich am Samstag die Temperatur durch ein tatsächliches Gewitter leicht abgekühlt, denn Herz und Kreislauf kommen mit der feurigen Energie ganz schön in Schwung! Der Sonntag brachte neue Sonne und viel Hitze... um uns und auf uns und in uns! Doch ist die Feuerenergie auch leicht (entzündlich) und daher nicht so anstrengend wie die Holzenergie, auch das war wieder spürbar, sie steigt auf und reißt Dich einfach mit.

 
Seminar FÜNF ELEMENTE in Bewegung - Holz
Was dieses Seminar denn sei, wurde ich wieder mal gefragt: Es ist die Verbindung von geführter Tanzimprovisation (angeleitet von Eva Lajko) und Meditation (Visualisierungen und Phantasiereisen, angeleitet von Sita). Die 5 Elemente sind die Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin - und im Frühling ist die Energie HOLZ dran, welche für Wachsen, Ichfindung, Kraftentfaltung, Muskeln, Zielstrebigkeit... steht. Und es war anstrengend, aber gab uns auch Kraft. Wir arbeiteten zunächst an unserer Geschmeidigkeit und der korrekten Sprungtechnik, empfanden nach einer Baummeditation die Wachstumskraft im Tanz nach, nach einer Phantasiereise in stürmischer Landschaft entfachten wir ein Gewitter und mit unseren Traumbildern eines Adlers schwebten wir tänzerisch kraftvoll und zielstrebig in luftigen Höhen. Schließlich gab es noch eine Übung zur Stärkung des Selbstbildes, bei der wir uns selbst immer wieder voll 'ausdehnten' und damit in einen Tanz übergingen. Gut hat's getan, und der Muskelkater ist auch schon weg. 


Notizen zum 10. Jubiläumsfestival von Fatima Serin (8. März 03)
Bis zum letzten Platz gefüllt war die Walldorfschule am Internationalen Frauentag, und auch das Fernsehen war da. Es war wundervoll, endlich mal wieder richtig gute Livemusik zu hören - dafür sorgten Ibrahim Abu Hassan und seine Truppe Al Sharq, die den Abend gleich mit einem Klassiker von Oum Kalthoum eröffneten und den Saal schon gut aufheizten. Beeindruckend waren die geschmackvollen eleganten Kostüme der Gastgeberin und die wunderschönen farbenprächtigen Kostüme der Gruppen (die Ghawazee in faszinierender osmanischer Tracht, der Doppelschleiertanz ganz in gold und in Hosen) . Von den Gruppentänzen gefiel uns vor allem der saudische Tanz, den die Gruppe Banat El Halawa mit großer Leichtigkeit vortrug - da kam die Freude echt rüber. Als Gasttänzerin trat im 1. Teil Danyela mit einem traumhaften Märchenstück auf, in dem sie Sheherezade verkörperte, wobei das darauf folgende Trommelsolo nicht besonders exakt war. Endlich - im 2. Teil - lüftete sich auch das Rätsel der Überraschungstänzerin: hier hatte Fatima die Tänzerin Sapphire aus den USA eingeladen. Liza el Laziza, der Gaststar aus Kairo, zeigte zur Livemusik Oum Kalthoum's Lissa Fakir. Bei ihrem zweiten Auftritt tobte der Saal, dem sie zuvor ein paar ägyptische Rufe beigebracht hatte.  Sie zeigte uns, dass sie auch trommeln konnte und brachte Ibrahim Abu Hassan zum Tanzen :)  Nur ihren Stocktanz im Zweigeteilten vertrauen wir lieber dem Vergessen an (zu vulgär). Die Gastgeberin selbst brillierte durch ihren feinen eleganten Tanzsstil und verschmolz mit dem Sound von Al Sharq - ein Augenschmaus.  Zur grandiosen Stimmung  trugen sicher auch die gute Moderation von Helene Lehmann und all die tobenden ZuschauerInnen bei, die nach dem Finale noch ungewöhnlich lange weitertanzten. 
I.I.


Ein rauschendes Fest 
Noch jetzt wissen wir nicht ganz genau, was es war... Klar ist bei den Pyramidenfesten immer der Bär los, aber diesmal war es etwas besonderes. Sicher lag es an der unglaublichen Präsenz und Spannung der Gasttänzerin YASMINA el RAKKASAH aus Meinerzhagen, die alle mit ihrem ausdrucksstarken Tribal und dem darauffolgenden Drehtanz in ihren Bann schlug - die Energie war förmlich greifbar . Ich nenne sie neben el Rakkasah, die Tänzerin, zudem die Zauberin. Natürlich hat das überhaupt sehr abwechslungsreiche Programm auch dazu beigetragen, die ZuschauerInnen restlos zu begeistern: Es gab alles von klassischem Solo über Tribal, Pop, Baladi, Stocktanz, Verträumtes, Rumba, Zimbeltanz von Yasmina (hervorragend), Trommelsolo, Doppelschleier... Sicher trug auch das exzellente Coucous von Jameel zur Zufriedenheit aller bei!!
Und beim Multi-Kulti-Abtanzen von Evi bebte der Saal, fast alle tanzten mit. Und hätten wir nicht irgendwann ein klitzekleines bisschen gebremst, dann tanzten sie noch heute...
I.I., 11. Feb.

Fünf Elemente in Bewegung - WASSER
Ich mache diese Workshop-Reihe in der Pyramide nunmehr im vierten Jahr und wieder war es ein tolles bereicherndes Wochenende mit vielen kreativen Ideen zum Tanzen ... und für den Alltag! 
Gemeinsam führten uns Eva und Sita in die Kraft des Wassers, mit Phantasiereisen zur Quelle und in die Tiefen des Ozeans, zu Tanzinterpretationen in unglaublich vielfältige Wasserqualitäten (Eis, Teich, Wildbach, Fluss, Meer...), Körperübungen zur Überwindung von Ängsten und zum Vertrauen in den Fluss und die Leichtigkeit des Geschehens - ohne Anstrengung. 
Es wird - wie immer - noch einige Zeit nachwirken! Irene I.

siehe Kolleginen: Eva Lajko / Sita
20.01.2003

Freitag, der 13. - die Christmas Dance Party in der Pyramide
Das Fest voller Überraschungen!
Zur traditionellen Weihnachtsfeier kommen - soweit nicht vom Weihnachtsstress überfordert und/oder auf anderen Feiern schon verpflichtet - die TeilnehmerInnen aller OT-Kurse, machen zum Teil Vorführungen, tragen immer wieder ein unglaubliches Buffet zusammen und tanzen und plaudern bis in die Früh. Die diesjährige Feier zeichnete sich durch einige Überraschungen aus - selbst für die Organisatorin: Jürgen als Candyman bezauberte alle Frauen, mit Birgits improvisiertem Theaterstück nahm das Lachen kein Ende und absolutes Highlight des Abends war Suzanna mit ihren genialen Reimen über Utes und meinen Unterricht, untermalt mit den entsprechenden Bewegungen! Abgerundet haben wir das ganze natürlich mit viel Tanz, erst aufgeführte Stücke, die von wehmütig (Oum Kalthoum) über schwungvoll (Baladi) und anmutig (Klassik) bis hin zu fetzigem Pop reichten. Nicht fehlen durfte natürlich der jährliche Jingle-Bells-Hit von ‚Bing Jürgen Crosby' und den Snowflakes Evi und Irene in Nikolaus-Blinkemützen - und danach ging's über Renas mitreißenden griechischen Tanz für alle über ins Multi-Kulti-Abtanzen von Zarah Leander bis Las Ketchup! ii


Leyla Jouvana: 10. Orientalisches Tanzfestival Europas 
Nachlese (Dezember) 
Mit neun Leuten reisten wir aus dem Saarland nach Duisburg, um das 10. Tanzfestival von Leyla - diesmal vor dem Hintergrund der wirklich beeindruckenden Duisburger Gebläsehalle - zu sehen, einige sogar schon freitags, um an Workshops teilzunehmen; die andern kamen im Bus samstags nach. Besonders geglückt war die Wahl des Veranstaltungsorts dennoch nicht (und wird sich wohl auch nicht wiederholen), da die Reihen schmal waren, aber dafür so zaaaahlreich, dass eine Vielzahl der ZuschauerInnen nur winzige Personen auf der Bühne sah. Auch litten einige unter der zugigen Luft. Highlights des Abends waren der Marokkaner Mayodi, der uns mit seinem schlichten Baladi voller Lebensfreude mitriss, Seetha, die mit oberfränkischem (?) Charme und Witz überraschte und die elfenzarte Schachloh, bei deren afghanischen, persischen und usbekischen Tänze uns der Atem stockte. Leyla selbst toppte mit ihrem ersten Trommelsolo alle bisherigen technischen Leistungen. Die Workshops haben uns sehr gefallen, waren mit je 2 Stunden vielleicht immer etwas knapp bemessen. Besonders genossen haben wir das wirklich leckere orientalische Essen auf der Messe. Schön war es auch, die Frauen vom Vorjahr wieder zu treffen, Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen - ich grüße auf diesem Wege besonders Thea, Irene, Andrea, Ilse und Azita!! Nach der Sonntagsnachmittag-Show mit Gruppen & Solisten war die Rückfahrt mit allen im Bus wieder super: viel Spaß, Gesang, Gespräche, Futtern und "Crémönchen". i.i.

Orienta 2002 (November):
Im Morgengrauen rotteten wir uns schon zusammen und bestiegen den Zug - ab ging die Sause mit dem Wochenendticket nach Frankfurt - 7 Tänzerinnen und 1 Tänzer und viel Gaudi. Als wir mittags ankamen, mussten wir natürlich zuerst etwas essen gehen, Azita war mit ihren Frauen auch schon da, und so passten wir gar nicht alle in das kleine heimelige Restaurant. Die Messe war sehenswert wie immer: ein Rausch von Farben, Musik, Kostümen, ein Meer von Gesichtern und Dingen, die Du nur langsam nach und nach alle erfassen kannst - und das, obwohl einige Aussteller vom Vorjahr gar nicht da waren... Viele bekannte Gesicher, frau kennt sich und freut sich, ein junges Trommeltalent überrascht auf der Bühne und spielt auch nachher noch an mehreren Orten wieder auf. Reyhan hat eine neue Fachzeitschrift herausgegeben: BASTET, von der eine Leseprobe verteilt wurde. Sie beschäftigt sich mit Themen wie orientalische Kultur, Kunst, Tanz, Stile, Szene, Gesundheit sowie Rituale und Magie. Mit gefüllten Taschen, leerem Geldbeutel und müden Füßen machten wir uns auf die Rückfahrt, die wir auch wieder - im doppelten Sinne des Wortes - "in vollen Zügen" genossen. i.i.